Foodie

Die letzten Wochen standen mal wieder unter dem Motto „Essen und Kunst“. Also alles was mir Spaß macht. Alles begann mit der Buchvorstellung „Auf die Hand“ von Stevan Paul im Marien-Eck in Köln. Eine Streetfoodparty ganz nach meinem Geschmack: mit Rezepten aus Stevans neuem Buch, guter Musik und einem großen Teil der Foodblogger-Szene aus der Umgebung. Ein rundum toller Abend mit dem Kölner Craft Beer „hust“ – ich habe das Altbier probiert und war begeistert!

Am Wochenende drauf bin ich einer Einladung gefolgt der ich nicht widerstehen konnte. Otto Gourmet veranstaltete auf der Messe eat&STYLE in Köln ein Steaktasting. Ich habe ja da noch so eine Rechnung offen, denn das liebe Rindfleisch und ich verstehen uns nicht so richtig gut miteinander. Wie oft schon hatte ich mehr eine Schuhsohle auf dem Teller als ein zartes Stück Fleisch. Viel zu oft habe ich mir schon die Laune verdorben. „Ganz schön dunkel hier“ war mein erster Gedanke als ich die Messe betrat, aber das scheint das neuen Konzept zu sein, vorbei sind die Zeiten der Kocharena und heller Messehallen. Foodtrucks und Bars reihen sich im Untergeschoss aneinander. Im oberen Stockwerk muss ich mich erst einmal zwischen all den Messeständen zurechtfinden. Messer, Küchengeräte, Essen, überall dampft, zischt und brodelt es.

Steak

Bei dem Workshop von Otto Gourmet ging es vor allem um den Geschmack, also wurde das Fleisch ganz pur, ohne Öl und Gewürze in der Pfanne gebraten. Unglaubliches Fachwissen besitzt (hatte) Koch Nils Jorra, selbst das Futter der Tiere ist ihm bekannt. Es war toll dabei zuzusehen und ich habe mir auch den ein oder anderen Trick abgeschaut. Zum Beispiel das Fleisch auf den gewünschten Garpunkt bringen, fünf Minuten ruhen lassen und dann noch einmal ganz kurz in der Pfanne braten, um eine wirkliche Kruste zu erhalten. Bloß nicht das Fleisch mit Alufolie zudecken, wenn überhaupt zwischen zwei tiefen Tellern ruhen lassen. Ein anderer Tipp, bei mehreren Steaks eins nach dem anderen fertig braten und dann vor dem Servieren in einen ganz heißen Backofen drei Minuten lang auf einem Rost wieder auf Temperatur bringen. Ach ja, das Steak ist schon ein tolles Stück Fleisch, aber es kommt auch hier wie so oft auf die Herkunft und Weiterverarbeitung an. Weiter Bilder zu dem Event findet ihr hier.

Steaktasing

Weiter ging es mit einem Besuch der „ART.FAIR“ in der Messehalle nebenan. Helle Hallen voller Kunstwerke, ein richtiges Kontrastprogramm zur eat&STYLE. Spontan hätte ich gleich drei Werke kaufen können, aber die lagen dann doch etwas außerhalb des Budgets 😉

Und da ich wie so oft erst gar nicht zum Schreiben komme, war da noch das letzte Wochenende mit dem Streetfood Festival in Düsseldorf.

Eigentlich hätte ich sehr viel Lust so etwas mal selbst zu veranstalten. Die Idee reifte ja schon im Sommer heran, als @roitsch auf Facebook die fehlende Streetfoodkultur à la „Markthalle 9“ in Düsseldorf bemängelte. Aber die Kölner Veranstalter kamen uns dann doch zuvor. Schnell war entschieden, dass Magic Garden und ich einen Stand machen und wir uns ganz aus der Organisation raushalten. Und was für ein toller Event es wurde, konnte ja vorher keiner Wissen, super Wetter, tolle Stände und ein riesiger Besucherandrang. Unser Stand war so (regelmäßig? Gut!) besucht, dass wir schon gegen 20 Uhr ausverkauft waren und noch genügend Zeit hatten uns ein bisschen bei den anderen Leckereien umzuschauen.
Wer sich einen Überblick verschaffen möchte schaut am besten mal bei Chez Uli oder Topf & Löffel vorbei. Wer übrigens einen Tipp hat, wie man den Gestank von einem Tag neben einer Fritteuse stehen schneller wieder weg bekommt, kann sich gerne bei mir melden!

2 Antworten auf „Foodie“

  1. Die Gründe für das Dunkelheitsphänomen würden mich auch interessieren! Ich hatte letztes Jahr das Glück, bei Ottolenghi in London essen zu dürfen. So sehr ich seine Rezepte und Gerichte mag, ich hätte sie doch auch gern gesehen… Es war aber tatsächlich so dunkel, dass man nicht einmal die Farben erkennen konnte. Darüber hinaus lief auch noch richtig laute Musik – sich da auf den Geschmacks- statt den Hörsinn zu fokussieren, fiel mir nicht gerade leicht. Hmm.

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