Supper Club

 Supper Club

Der Begriff des Supper Clubs ist in die deutsche Sprache adaptiert worden und ist, zumindest bei Eingeweihten, zu einem festen Begriff geworden.

Andere Begriffe für Supper Club sind  Guestaurant, im deutschen etwa Gastaurant, Untergrund Restaurant, Zuhause Bistro, Guerrilla dinner, Geheimes Restaurant, oder Anti-Restaurant.

Ein Supper Club ist ein geheimes Restaurant in privaten Räumen, manchmal auch im öffentlichen Raum. Er ist ein Hybrid aus einem Restaurant und einem Gastmahl. Die angebotenen Speisen reichen von simpler Hausmannskost bis zu sternewürdigen Menüs. In letzter Zeit kommt es in Mode, dass Spitzenköchen wie Ben Greeno, der unter anderem auch im Noma gekocht hat, als Übergangslösung einen Supper Club betreiben.

Die Gemeinsamkeit aller Supper Clubs ist, dass sie nur ein Menü anbieten, auf welches sie sich spezialisiert haben. Es gibt also eine festgelegte Speiseabfolge und nicht, wie in herkömmlichen Restaurants, eine Speisekarte, von der die Gäste wählen können. Dieses Menü folgt entweder einem bestimmten Thema, das vorher veröffentlich wird oder es ist ein Überraschungsmenü.

Geschichte

Die ersten Supper Clubs werden in den USA um 1900 gegründet. Sie dienen der Unterhaltung, aber vor allem dem gemeinsamen essen. Viele dieser Supper Clubs sind an Urlaubsorten oder in der Nähe von Highways stationiert und zeichnen sich entweder durch ihr besonderes Essen, aber nicht selten durch ihre skurrile Architektur aus.

Als Vorgänger des heutigen Supper Clubs könnte man die Speakeasy Kneipen der Prohibition bezeichnen- im Deutschen auch als Flüster- oder Mondscheinkneipen bekannt. Diese illegalen Etablissements verkaufen zwischen 1919 und 1933 hochprozentigen Alkohol, sowie Bier.

In Großbritannien werden die ersten Supper Clubs 1930 eröffnet. Sie bedienen sich des Amerikanischen Konzepts des Kabaretts und transportierten die Idee des Jazzclubs in das Britische Nachtleben. Heute ist London eines der Zentren in Europa für Supper Clubs.

In Deutschland gilt Berlin als Zentrum für Supper Clubs. Internationalität und große Experimentierfreude zeichnen diese Stadt aus, die Offenheit, neues auszuprobieren. Konzepte, die in Berlin funktionieren, sind jedoch nicht allgemein auf den Rest der Republik übertragbar.

Düsseldorf nennt bis jetzt nur einen einzigen Supper Club sein eigen. Der Rebelotes Supper Club, geführt von einem speiseaffinen Paar. Sie, Foodcoach und Weinkennerin, er Designer und leidenschaftlicher Hobbykoch. Sie veranstalten in unregelmäßigen Abständen ihren Supper Club in den eigenen vier Wänden. (Stand 2011)