Erster Besuch im Magic Garden Supper Club

 

Vor Wochen kommentierte ein Magic Garden Supper Club (MGS) auf meiner Facebook Seite einen Beitrag und ich war total überrascht  herauszufinden, dass es einen neuen Supper Club in Düsseldorf gibt. Ich wusste von einigen Versuchen, aber keiner war so weit fortgeschritten wie MGS, selbst der erste Termin stand schon fest. Ich zögerte nicht lange und buchte uns Plätze.

Doch dann kamen die ersten Zweifel und auch die Spannung stieg. Was ist das für ein Koch? Kann er kochen, was kommen für andere Gäste? Hoffentlich gibt es leckeren Wein und das Essen kommt warm auf dem Tisch! All die Zweifel, die ich so mit mir trage, da ich auch die andere Seite kenne.

Aber nun genug von der Schwarzmalerei, kommen wir zum Abend. Wie man sicherlich durch die Bilder schon erahnt, kann es gar nicht so schlecht gewesen sein. Die Schuhe waren geputzt, die Begleitung war die beste der Welt und der Hunger war groß. Der Weg führte uns in einen Düsseldorfer Hinterhof. Von Kerzen beleuchtet suchten wir ein altes Hinterhofgebäude und betraten eine andere Welt. Eine Welt voller Uhren, genau so muss sich Momo gefühlt haben, als sie das erste mal das Haus von Meister Hora betrat. Charmant wurden wir mit einem leckeren Rosésekt empfangen und konnten die anderen Gästen und ein wenig die Räume erkunden.

Das Essen begann mit einer Fingerfoodplatte, die einen ganz langsam in den Abend einstimmte. Es gab viel zu entdecken, Rote Beete, Ziegenkäse, Auberginenbällchen, Zuccini-Rollen und Linsen. Alles sah phantastisch aus und schmeckte richtig gut.

Die Pastinaken-Kürbissuppe regte die erste Diskussion am Tisch an, welche Gewürze nun verwendet wurden (Apfelessig, Zitronenabrieb und Zimt!) dazu wurde eine knusprige Möhrenpestoschnitte gereicht.

Als Hauptgang gab es Loup de Mer auf diesen herrlich cremigen Kohlrabi Kartoffeln, dieser Gang war eine wirkliche Geschmacksbombe. Als ob dieser vor Umami strotzen würde, er war so, so lecker.

Von der Käseplatte war ich dann so begeistert, dass ich sie doch glatt vergessen habe zu fotografieren. Fast alle meine Lieblingskäse waren dabei und dazu auf dem perfektem Reifegrad.

Vor dem Kaffee konnten wir uns noch weitere Räume voller Uhren und die Küche näher anschauen.

Das Desert war dann der Gang, an dem sich die Geister an diesem Abend eine bisschen geschieden haben. Curry Créme Brûlée, gewürzt wie ein deftiges Essen, aber knusprig, cremig und süß wie ein Desert sein muss.

Was macht man nur wenn die Zunge was anderes fühlt ,als sie von der Nase her erwartet? Ich war verwirrt, irritiert, begeistert alles zugleich. Ich weiß bis heute nicht ob ich das mutig, vielleicht zu viel des Guten, oder einfach spannend finden soll. Kann man so etwas machen? Ja! Muss man so etwas machen? Vielleicht, denn es entließ mich aus einem gelungenen Abend mit der Gewissheit, einen “Hobby”koch in meiner Nähe zu haben, der den Mut hat, neue und interessante Wege zu gehen.

Abschließend reicht mir eine Liste:

  • Location – toll
  • Essen – super
  • Gastgeber – charmant
  • Weinbegleitung – auf den Punkt
  • andere Gäste- hätten besser nicht sein können

Also alles in allem, ganz nach meinem Geschmack!

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