Was übrig blieb

Angefangen habe ich diesen Artikel vor über einem Jahr nach dem Foodcamp um für mich festzuhalten was wirklich hängen geblieben ist von diesen intensiven vier Tagen nun in Archiv wiedergefunden und die Selbstkritik über Bord geworfen:

 

Das Foodcamp Oberbayern kurz und knapp an seinem Hashtag #fcoby zu verfolgen liegt nun knapp ein halbes Jahr zurück und der Alltag hat mich schon längst wieder in Beschlag genommen.

Nun sitze ich hier mit einem Schneider Weisse Aventinus Eisbock (Danke @kuechenjunge) an meinem Tisch auf dem Herd köchelt ein Curry für morgen und der Duft des Currys mischt sich mit der Dose Safran auf dem Tisch neben mir. So sitze ich nun hier und versuche festzuhalten was übrig blieb, was ich von den vier Tag in und um Regensburg mitgenommen habe.

Die Gemeinschaft die sich dort zusammen fand war ein echt gut zusammengewürfelt Haufen, ich scheue mich sie Foodblogger zu nennen, da sie nach den paar Tagen viel mehr für mich sind. Genussmenschen trifft es wohl am ehesten.

Es sind aber nicht nur diese, die mir im Kopf bleiben, da sind der Metzger und Zoiglbrauer aus Windischeschenbach. Das ist dort wo man sich sehr konzentrieren muss um die Einheimischen zu verstehen. Dort wo das Bier so gut schmeckte. Oder am Mittag zuvor wo wir bei Anton Schmaus im Storstad essen waren. Wo Anton gar nicht viel gesagt hat, aber uns ganz viel mit seinen Tellern erzählt hat. Eine Reise um die Welt und wieder zurück in seine (Wahl-)Heimat. Wer genau lesen möchte was er für uns gekocht hat, tut dies am besten bei Stevan. Aber was hat er denn erzählt? Zuhause ist es doch am schönsten? Nein, es war ein Blick über den Tellerrand, raus aus der Komfortzone Oberbayern, nach Asien, Irland, Norwegen und wieder zurück an die Donau. Mit einem Fuß in der Tür und das Herz am rechten Fleck und rein ins Abenteuer. Danke das war wirklich toll das Essen! // Es hat auch wirklich so lange gedauert Herrn Schmaus zu verstehen, hätte ich diesen Text früher geschrieben wäre hätte ich nicht verstanden was er erzählen wollte, denn genau das war meine „Kritik“ als ich satt und ein wenig müde mich mit meinen Mitstreitern auf die Reise zum Zoigl begab.

Was zum Teufel ist dieses Zoigl mag sich der ein oder andere nun denken, ehrlich gesagt ich wusste es auch nicht, es musste erst Micheal aus Colorado im Bus das Mikrofon zur Hand nehmen und erklären, ach lest es doch bei Johannes der so unglaublich gebloggt hat das mit die Augen ausgefallen sind. Besonders möchte ich seinen Liveblog des ersten Kochabends hervorheben. Er saß den ganzen Abend mit Wein und Laptop ausgestattet auf seinem Barhocker und hat beobachtet und mitgeschrieben was sich dort so zugetragen hat – Wahnsinn, ich hoffe es ist für euch genau so spannend zu lesen wie für mich.

Eigentlich wollte ich ja nicht genau das schreiben was auch die anderen schon veröffentlicht hatten, ich wollte ihr das vornehmen was übrig blieb. Das was mir am meisten in Erinnerung geblieben ist.

Bier als Lebensmittel

Gestern, am 500. Geburtstag des Reinheitsgebotes, ist mir mal wieder der Vortag von Hr. Krieger Senior bei der Riedenburger Brauerei eingefallen. Das Reinheitsgebot sollte Ursprünglich den Konsumenten davor schützen das unreines Bier gebraut wurde, doch was die Bierindustrie darauf gemacht hat, ist das sie, wie in den meisten Fällen, auf den höchsten ertrag Wert legt und nicht umbedingt auf Geschmack und auf langfristige Auswirkungen auf den Konsumenten und die Umwelt. Bier war ein Lebensmittel das dem Körper gut tun kann, wir sehen es heute nur noch als Genussmittel oder noch schlimmer als „Partydroge“. Ein gutes Bier kann aber noch so viel mehr sein, es kann dem Körper Nährstoffe geben, der Verdauung helfen usw. Den wirklich sehr guten Vortrag könnt ihr im Küchen-Funk hören.

Vier Tage auf dem #fcoby

Tag 1

  • Anreise und essen im Storstad
  • Zoigl Kommunenbrauhaus
  • Zoigl Abendessen  und trinken

Tag 2

  • Donaufischer
  • Riedenburger Brauhaus
  • Besichtigung plus Verkostung
  • Gemeinsames kochen und essen mit Winzern

Tag 3

  • Kloster Plankstetten
  • Biobauernhof Plankstetten
  • Essen im Spitalbrauhaus Regensburg
  • Gemeinsames kochen und essen mit Brauern

Tag 4

  • Besuch bei Schneider Weisse
  • Hopfenveredelungsanlage

Linkliste #fcoby

Offenlegung: Der Besuch der Restaurants sowie der gesamte Aufenthalt geschah auf Einladung von Bayern Tourismus im Rahmen des „Foodcamp Regensburg Oberpfalz“ (#fcoby)

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