Wort zum Wein

Weinglas

Es gibt Weine an die hat man schon hohe Erwartungen alleine vom Namen her. Sei es ein Rothschild, ein Keller Riesling oder was auch immer. Es gibt auch Weine die einem von Freunden, Bekannten oder auch
Verwandten mit großen Worten angepriesen werden. Die Möglichkeiten die man hat sind begrenzt, man lächelt, dankt und probiert mit aller Vorsicht und hat dann Weine aller Colour und Geschmack vor sich stehen.

Dieses mal war es ein bisschen anders, mein Onkel bedachte mich mit zwei Flaschen seiner Lieblingsweine. Nun ist mein Onkeln der jenigie, dem ich in meiner Familie in kulinarischer hinsicht am meisten vertraue und auch oft seinen Geschmack teile. Nun stehen diese Falschen da und die E-Mails und Nachfragen wie ich ihn denn finde häufen sich. Ich schleiche um diese Flaschen herum und warte auf den passenden Augenblick. Teilweise aus Angst enttäuscht zu werden und um dann auch den jenigen zu enttäuschen, der die großen Worte ausgesprochen hat.
Irgendwann kommt dann dieser Tag an dem alles nicht so lief wie man es sich vorgenommen hatte und die Worte aus dem Film Sideways kommen in meinen Kop:”einen Wein zu öffen ist schon die besondere Gelegenheit”
Der Wein hat bestimmt nicht die beste Temperatur und atmen konnte er auch nicht und überhaupt ist es bestimmt alles nicht so wie es sein sollte.
Ich bin mit dem hier alleine, sitze im dunkeln und alles ist anders als man denkt. Anders als alle andere Rotweinen die ich je probiert habe. Auch die kommenden zwei Tage wo die Frucht immer mehr verschwindet und er seine Tiefen mir präsentiert zeigt er nicht eine einzig, Schwäche, bleibt immer präzise und seiner Linie treu.
Nun stelle ich mir die Frage, sag ich euch was für ein Wein es war? Was passiert wenn ihr in kauft und er euch nicht schmeckt, dann würde ich euch vielleicht enttäuschen, will ich das?

Nein.

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